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Pressemitteilungen

PRESSEMITTEILUNG | Weiterbildung Hamburg e.V. – 14. März 2019

Mitgliederversammlung von Weiterbildung Hamburg e. V.

Am 14. März 2019 lud Weiterbildung Hamburg e. V. seine Mitglieder zu seiner offiziellen Mitgliederversammlung ein. Mehr als 50 Personen trafen sich in den Räumlichkeiten der HKBiS am Alten Wall in Hamburg. Im öffentlichen Teil – einem kleinen Podium mit anschließender Diskussion – stimmten Sönke Fock und Ulrich Bähr die Gäste auf die folgende Mitgliederversammlung ein.

Die viertelstündigen Impulse der beiden Referenten gaben dem Publikum einen Einblick in das neue Qualifizierungschancengesetz und die Auswirkung der neuen Gesetzeslage auf die Arbeit der Bildungsträger innerhalb Hamburgs.

Sönke Fock sprach den derzeitigen Wandel der Arbeitswelt an und betonte, dass viele Jobs durch die digitale Transformation künftig wegfallen würden, andere neu entstehen und sich viele Berufsbilder verändern. Bisher hat die Bundesagentur für Arbeit überwiegend Weiterbildungen für Arbeitssuchende, gering qualifizierte und ältere Arbeitnehmer/-innen gefördert. Doch dies ändert sich mit dem neuen Qualifizierungschancengesetz. Zwar bleiben Unternehmen und Beschäftigte auch weiterhin selbst verantwortlich für die Weiterqualifizierung, jedoch übernimmt dank des Qualifizierungschancengesetz, das am 18. Dezember 2018 verabschiedet wurde, künftig auch die Bundesagentur für Arbeit einen Teil der Kosten – vorausgesetzt, die Weiterbildung dient dazu, Beschäftigte für die sich wandelnde Arbeitswelt fit zu machen. 

Doch wie können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter/-innen für die digitale Zukunft fit machen? Ulrich Bähr, Digitalexperte der Heinrich-Böll-Stiftung versuchte mit seinem Input diese Frage zu beantworten: Oft wird beim Thema Digitalisierung an Technik gedacht. Die kulturellen Implikationen werden eher wenig berücksichtigt – eine große Herausforderung für alle Branchen stellen offensichtlich die Folgen der Digitalisierung für die Arbeitskultur dar. Während schnell umsetzbare Maßnahmen wie die Bereitstellung von mobilen Endgeräten in vielen Unternehmen schon an der Tagesordnung sind, sind agile Teamstrukturen oder digitale Tools für die Zusammenarbeit noch nicht überall selbstverständlich. Jedoch müssen auch hier besonders die Veränderungen des Lernens an sich berücksichtigt werden sowie der strukturelle Wandel der Wissenszufuhr via Internet.

Jahresbericht, Bilanzierung, Wirtschaftsplan & neue Gutachter/-innen

Auf die Podiumsdiskussion folgte der offizielle Teil der Versammlung. Allen Mitgliedern wurde bereits vorab ein ausführlicher Jahresbericht, die Bilanzierung des Geschäftsjahres 2017 sowie der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2019 zugesandt. Auf Basis dieser Unterlagen führte Herr Dieter Neukirch durch die Versammlung. Neben den üblichen Tagesordnungspunkten stellten sich die zwei neuen Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle von Weiterbildung Hamburg e. V. vor. Frau Janna Menz übernimmt seit 1. Dezember 2018 die Geschäftsführung des Vereins, Frau Lena Görmann arbeitet seit dem 1. Februar 2019 als Referentin für Kommunikation und Administration in der Geschäftsstelle. Beide freuen sich – gemeinsam mit Frau Susan Modner (Referentin Verwaltung und Gremienbetreuung) sowie dem Vorstand – auf ein spannendes Vereinsjahr.

Im Zuge des Ausblicks auf die Vorhaben des Vereins für das Jahr 2019 wurde auch ein Blick auf die geplanten Neuerungen innerhalb der Geschäftsstelle geworfen: Bereits im März startet die erste Phase der Implementierung der neuen Online-Datenbank und die damit einhergehende Digitalisierung der Geschäftsstelle sowie des Zertifizierungsprozesses und der generellen verwaltenden Abläufe. Ein umfassender Relaunch der Website steht ebenfalls für April auf der Agenda. Weiterführend plant die Geschäftsstelle eine Überarbeitung und Finalisierung der CI des Vereins. Ein besonderes Highlight in diesem Jahr: Die Geschäftsstelle hat die Arbeitsgruppe Weiter:Entwicklung initiiert, um gemeinsam mit Vertretern/-innen aus den Gremien und den Mitgliedern sowohl die Qualitätsstandards als auch die Wertungskriterien sowie Zugangskriterien für neue Mitglieder zu definieren. Kick-off ist am 8. Mai 2019.

Der spannendste Teil der Mitgliederversammlung am 14. März war eindeutig die Wahl der neuen Gutachterinnen und Gutachter. Die Mitglieder der Ausschüsse (berufliche Weiterbildung, sprachliche Weiterbildung, allgemeine und politische Weiterbildung) agieren ehrenamtlich und bilden die Basis der Qualitätssicherung des Vereins. Weiterbildung Hamburg e. V. freut sich sehr, neue und alte Gesichter in den Ausschüssen begrüßen zu dürfen.

Neben den neuen Gutachtern/-innen begrüßte der Verein auch noch seine neuen Mitglieder – neben Auszeichnungen für die ehrenamtliche Tätigkeit als Gutachter/-in wurden den neuen Mitgliedern ebenfalls eine Urkunde überreicht.


PRESSEMITTEILUNG | Weiterbildung Hamburg e.V. – 19. September 2018

Vorstand von Weiterbildung Hamburg e.V. heute im Gespräch mit MdB Aydan Özoğuz

Elisabeth Wazinski konnte am Mittwoch den 19. September 2018 die Hamburger Bundestagsabgeordnete Aydan Özoğuz (SPD), Staatsministerin a.D., in den Geschäftsräumen von Weiterbildung Hamburg e.V. begrüßen.

Frau Özoğuz (2.li) informierte sich über die aktuellen Herausforderungen der Zeit: Integration von Langzeitarbeitslosen und geflüchteten Menschen, Integrationsbegleiter, Kombination von Sprachvermittlung und beruflichen Kenntnissen außerhalb der starren Regeln des BAMF und der AZAV, die nach Auffassung von Frank Schimmel aktuell eher Integration verhindern als fördern.

Die Vorstandsvorsitzende Wazinski (mitte) griff diesen Faden auf – auch bei ESF-Projekten führt überbordende Bürokratie zur Einstellung von eigentlich innovativen Projekten.

Die schon in früheren Gesprächen gewonnene Erkenntnis, dass bei der Gruppe der geflüchteten Menschen nur mit ausreichenden Kenntnissen der deutschen Sprache eine nachhaltige Integration in Arbeit und Gesellschaft möglich ist, hat sich bestätigt.

Man war sich darüber einig, dass es hierfür individueller Integrationsketten bedarf. Längere (Bildungs-)Pausen führen in der Regel dazu, dass mühsam erlernte Sprachkompetenz wieder verloren geht. Der Vorstand von Weiterbildung Hamburg e.V. fordert zudem Integrationsbegleiter, die geflüchtete Menschen durch das Labyrinth von Bürokratie, Schul- und Bildungssystem sowie duale Ausbildung und Studium durchgängig begleiten. Hierfür müssen Anpassungen im SGB vorgenommen werden.

Frank Giese (2. re) und Jörg Krause-Dünow (1. re) machten deutlich, dass die Honorarvorgaben bei Sprachlehrer/innen durch das BAMF zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft bei Bildungseinrichtungen geführt haben und zu dem die wirtschaftliche Entscheidungsfreiheit der Unternehmen einschränken.

Auch der Fach- und Arbeitskräftebedarf der Sicherheitswirtschaft waren Thema. Frau Özoğuz, in Begleitung von Frau Paulsen (3.li) -Wissenschaftliche Mitarbeiterin- informierte sich über spezielle Integrationsmodelle für Langzeitarbeitslose, die als Pilotversuche laufen. Hinderlich sind auch hier die starren Vorgaben von SGB III und AZAV, die innovative Integrationsansätze verhindern und viel Kreativität erfordern.

Auf der Agenda stand aber auch der BDKS – Bundeskostendurchschnittsatz. Schimmel (1.li) wies darauf hin, dass trotz allgemeiner Kostensteigerungen sowie komplexerer Problemlagen und Qualifizierungsbedarfen der BDKS in einigen Berufsgruppen weiter gesunken ist. Dies erwecke den Eindruck, dass die Bundesagentur für Arbeit weniger Qualität wünscht.

Bei diesen Zukunftsthemen sind zwei Stunden knapp. Spezielle Themen, zu denen man im Gespräch bleiben will, sind identifiziert - Arbeitsaufträge verteilt.

Kontakt: 
Janna Menz
Geschäftsführung
menz@weiterbildung-hamburg.net
Tel.: 040 253198-97


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